Sola 2017

Sola vom 15. – 22. Juli 2017

 

Am 15. Juli 2017 startete das diesjährige Sommerlager in Pradella. Traditionsgemäss wurden die Kinder am ersten Lagertag mit ohrenbetäubender Musik aus den Boxen geweckt. Schlaftrunken machten wir uns ans Frühstück. Nach dem Frühstück stürmte plötzlich ein verrückter Professor in unser Lagerhaus. Er erzählte uns, dass er mit seiner Zeitkapsel aus versehen in der heutigen Zeit gelandet ist. Wir sollten ihm helfen wieder zurück ins Paradies zu gelangen, wo sein Sohn auf ihn wartet. Nach langen Diskussionen nahmen wir all unseren Mut zusammen und betraten noch am selben Tag die Zeitkapsel. Nachdem wir alle Einstellungen nach Vorlage des Professors vorgenommen hatten, ging es auch schon los. Es rüttelte und schüttelte in der Zeitkapsel und verschiedene Bilder der vergangenen Jahre zogen an uns vorbei. Als alles wieder still war, gingen wir alle zusammen aus der Kapsel. Wir waren uns nicht sicher ob wirklich alles geklappt hat. Doch plötzlich rannte ein Steinzeitmensch an uns vorbei. Leider hatten wir Schwierigkeiten, uns mit ihm zu verständigen. Wir sahen jedoch, dass er ein Stein aus der Zeitkapsel bei sich trug. Wir luden den Steinzeitmenschen zum Mittagessen ein. Dafür wollte er uns jedoch den Stein nicht geben. Am Nachmittag gab es einen Postenlauf. Wir hofften, die Sieger würden dann den Stein erhalten. Doch leider war dem nicht so. Etwas enttäuscht, versammelten wir uns am Abend beim Lagerfeuer zum Abendessen. Es schien uns, als könnten wir dem Professor nicht helfen zu seinem Sohn zurückzukehren. Doch plötzlich rannte der Höhlenmensch erneut auf uns zu, klaute einem Lagerkind die Wurst vom Stecken und gab uns dafür den Stein. Nach dem traditionellen Bettmupf legten wir uns ins Bett. Alle waren gespannt was uns wohl am nächsten Tag erwarten wird.

Direkt nach dem Frühstück begaben wir uns wieder alle zusammen in die Zeitkapsel. Im Speisesaal erwartete uns Julius Cäsar. Er wusste von dem Stein welchen wir suchten. Er schlug uns vor Sonnenuhren für ihn zu basteln. Als Belohnung sollten wir den Stein erhalten. Alle Kinder verbrachten den ganzen Morgen mit basteln und gaben sich sehr viel Mühe, die Sonnenuhren zu gestalten. Cäsar erschien erneut nach dem Mittagessen. Er war nicht zufrieden mit unseren Sonnenuhren. Wir mussten ihm lebenslange Treue schwören und als Zeichen der Zugehörigkeit, römische Gewänder anziehen. Den ganzen Nachmittag waren wir mit Schmuck basteln und Gewänder anprobieren beschäftigt. Nach dem Nachtessen war es soweit, wir erhielten den zweiten Stein.

Am Dienstagmorgen ging es wieder in die Zeitkapsel… Schnell weg vom bösen Cäsar. Wir stiegen aus der Zeitkapsel, konnten jedoch nichts Spezielles feststellen. Etwas enttäuscht gingen wir zurück in den Speisesaal. Plötzlich hörten wir von draussen lautes Indianergeschrei. Wir eilten nach draussen und in Richtung Lagerfeuer, wo wir freundlich von zwei schüchternen Indianern begrüsst wurden. Sie schminkten uns und jeder erhielt einen kleinen Federschmuck auf den Kopf. Die Indianer wollten, dass wir den Tag über lernen, sich wie die Indianer zu verhalten. Am Abend wären wir dann nämlich auf ein Fest am Lagerfeuer eingeladen. Wir verabschiedeten uns von den Indianern und übten wie sie zu schleichen. Wir schlichen hoch bis nach Scuol wo uns das Postauto abholte. Eine halbe Stunde fuhr das Postauto wild durch die Wälder und liess uns dann beim Reitstall und Saloon in San Jon aussteigen. Den ganzen Tag durften wir auf dem Hof mit den Pferden verbringen. Als kleine Stärkung am Mittag, gab es Pommes und Chicken Nuggets. Am Nachmittag wanderten wir dann alle gemeinsam zurück zum Lagerhaus in Pradella. Leider war das Wetter nicht ganz so toll, so dass einige Kinder und Leiter ziemlich nass im Haus ankamen. Wir hatten nicht viel Hoffnung unsere Indianerfreunde heute Abend noch zu treffen. Doch wir wurden eines Besseren belehrt, denn die Indianer besuchten uns im Lagerhaus. Im Speisesaal gaben Sie jedem Lagerkind nach einem speziellen Ritual einen Indianernamen. Zu guter Letzt erhielten wir sogar noch den benötigten Stein.

Am Mittwochmorgen stand der grosse Lagerbrunch auf dem Programm. Nach einem ausgiebigen Frühstück, ging es auch an diesem Morgen wieder in die Zeitkapsel. Wieder zurück im Lagerhaus, trafen wir auf ein völlig verstörtes Roboterpaar mit kleinem Baby. Leider konnten wir sie und sie uns nicht verstehen. Sie nach dem Stein zu fragen, war also hoffnungslos. Den ganzen Nachmittag über, haben wir in kleinen Gruppen, Zukunftspläne geschmiedet und dazu lustige Theaterstücke aufgeführt. Mitten in dem regen Betrieb tauchte plötzlich einer der Roboter auf und übergab uns einen Brief. Im Brief war zu lesen, dass wir den Robotern sehr sympathisch sind und sie uns gerne näher kennen lernen möchten. Sie Luden uns zur Zukunftsbörse am Abend ein.

Voller Hoffnung auf den Stein gingen wir nach dem Abendessen in die Spielarena. Alle Lagerkinder und auch die Roboter hatten einen Riesenspass bei all den Spielen. Sehr gespannt warteten wir am Schluss auf die Siegerehrung der Roboter. Was für eine Enttäuschung, der Hauptpreis war nicht der gesuchte Stein, nein wir erhielten eine geschmückte Kochkelle. Für die Roboter mochte dies ja wertvoll sein, für uns leider nicht. Eines der Lagerkinder bemerkte dann, dass der Schnuller des Roboterbabys, der gesuchte Stein war. Nach langer Diskussion konnten wir die Roboter von einem Tauschgeschäft überzeugen, sie gaben uns den „Schnuller“ und wir ihnen im Gegenzug den Hauptpreis.

Aus der Zeitkapsel direkt ins alte Ägypten. Im Lagerhaus wurden wir vom Pharao und seiner Kleopatra begrüsst. Wir merkten sofort, dass das Verhältnis der beiden eher angespannt war. Am Morgen gab es einen Postenlauf mit diversen Rätsel, um die Bräuche der Ägypter kennen zu lernen. Am Nachmittag kam es wie es kommen musste. Cleopatra wurde entführt. Alle Lagerkinder machten sich eifrig auf die Suche. Wir fanden Cleopatra an einen Baum gefesselt in der Nähe des Lagerhauses. Wir befreiten Sie und nahmen Sie mit nach Hause. Als Dank lud uns Cleopatra in ihren Schönheitstempel ein, wo wir einen wunderbaren Wellnessabend verbrachten. Tiefenentspannt und zufrieden gingen alle frühzeitig ins Bett. Etwas Unmut kam jedoch auf als wir feststellten, dass wir den benötigten Stein noch nicht erhalten haben. Wir hofften, diesen am nächsten Morgen noch zu bekommen, bevor es wieder in die Zeitkapsel geht. Um 23.00 Uhr ging ein Ohrenbetäubender Schrei durchs Lagerhaus "Muuuuuuuuumienjagt!!!!" Aufgeregt sprangen alle Kinder aus Ihren Betten und machten sich im dunkel Lagerhaus auf die Suche nach Mumien. Im ganzen Haus waren welche anzutreffen, jede mit einer Aufgabe die es zu lösen galt. Die Mumie mit der schwierigsten Aufgabe, gab uns bei der Lösung des Rätsels den Stein, den wir noch benötigten damit der Professor wieder zu seinem Sohn konnte.

Nach einer kurzen Nacht brach auch schon der zweitletzte Lagertag an. Wir stiegen aus der Zeitkapsel und trafen auf einen traurigen Ritter. Alle haben ihn verlassen und er muss alleine die ganze Ritterfestung putzen. Wir schlugen dem Ritter vor ihm zu helfen, er versprach im Gegenzug uns mit Goldsteinen zu belohnen. Anhand einer Putzbörse wurden die verschiedenen Aufgaben verteilt. Alle Kinder und Leiter putzten was das Zeug hält und nach kurzer Zeit strahlte das Lagerhaus im vollen Glanz. Jedes Lagerkind hat seine Aufgabe so gut gelöst, dass es 3 Goldsteine bekam. Die Goldsteine konnten am Abend an der Abschiedsdisco eingelöst werden. Einen für den Eintritt und die zwei weiteren für feine Cocktails. Am Nachmittag tauchte der verrückte Professor nochmals auf und wollte wissen ob wir alle Steine zusammen haben, damit er mit seiner Zeitkapsel wieder zurückreisen kann. Voller Stolz übergaben wir ihm die Steine. Der Professor stieg in die Kapsel und „puff“ weg war er. Nach einer gelungenen Abschlussdisco mit selbstgemachten Cocktails durften dann alle Lagerkinder im Ping-Pong Raum übernachten. Ob da wirklich viel geschlafen oder eher über die vergangenen Erlebnisse diskutiert wurde, wissen wir nicht sicher.

Um 07.00 Uhr am Samstagmorgen war bereits wieder Tag wach. Nach einem kurzen Frühstück wurden schnell die letzten Sachen in den Koffern verstaut. Vor dem Lagerhaus kam es dann zur grossen Verabschiedung zwischen den Kindern und den Leitern. Einigen fiel der Abschied sichtlich schwer. Helena überraschte uns noch mit Fotos vom Professor und seinem Sohn. Anscheinend hat alles geklappt und sie können zusammen im Paradies bleiben. Der verrückte Professor hat sogar noch jedem einen Stein geschenkt, als Dankeschön. Mit diesem schönen Andenken und vielen tollen Erinnerungen im Gepäck begaben sich dann alle Kinder zurück zum Bahnhof Scuol. Ein wunderbares SOLA ging zu Ende.

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